Unser Programm

Kommunalwahlprogramm

5.6 Zuwanderung – Integration beginnt in der Nachbarschaft

In Oberhausen leben, wohnen und arbeiten Menschen aus rund 130 Ursprungsnationen. Etwa jeder vierte Oberhausener hat eine Zuwanderungsgeschichte. Eine große Anzahl von ihnen ist in unsere Stadt voll integriert und lebt gerne hier. Viele von ihnen sind heute deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die selbst oder deren Eltern oder Großeltern hierher zugewandert sind. Sie nehmen vielfältig Teil am Leben der Stadtgesellschaft, engagieren sich in Nachbarschaften und bereichern Oberhausen nachhaltig: kulturell, sozial und wirtschaftlich. Sie zeigen: Integration heißt nicht Assimilation.

Integration bedeutet immer das Ergebnis zweiseitiger Prozesse. Der Stand der Integration Einzelner, ganzer Familien oder einzelner Migrantengruppen ist unterschiedlich weit. Daher ist und bleibt der Wille zur Integration weiterhin eine besondere Herausforderung für alle Oberhausenerinnen und Oberhausener. Integration ist aber auch mit der Entstehung von Parallelgesellschaften unvereinbar.

Die CDU Oberhausen steht für Vielfalt, will aber das Miteinander und nicht das Nebeneinander fördern. Dabei bauen wir auf die Werteordnung unserer Verfassung und unseres Rechtssystems als dem gemeinsamen Fundament aller in unserer Stadt Lebenden. Denn das Zusammenleben in einer Gesellschaft der Vielfalt kann nur funktionieren, wenn ein Mindestmaß an Gemeinsamkeit vorhanden ist.

Integrationspolitik ist für uns eine Querschnittsaufgabe, die alle Felder politischen Handelns in unserer Stadt ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild umfasst und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte fördert, Hilfe zur Selbsthilfe anbietet und so Wege zur Integration öffnet. Daher finden sich zahlreiche Ziele und Forderungen zur Integrationspolitik auch in den Handlungsfeldern Bildung, Ausbildung und Familien.

Die CDU wird

  • nachdrücklich dafür werben, dass noch mehr Zuwandernde sich dafür entscheiden, deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit allen Rechten und Pflichten zu werden.
  • die aktive Mitwirkung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Vereinen und Organisationen fördern, um das gemeinschaftliche Leben in Oberhausen zu stärken.
  • durch Unterstützung von Sportvereinen und kulturellen Initiativen Begegnungs- und Erfahrungsräume für Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte schaffen und so zur interkulturellen Begegnung und zum gegenseitigen Kennenlernen beitragen.
  • den interreligiösen Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften unterstützen und den regelmäßigen Austausch mit den Einrichtungen pflegen.
  • sich für eine Neuorganisation der kommunalen Integrationsarbeit durch Zusammenführung des kommunalen Integrationszentrums mit dem Büro für Chancengerechtigkeit einsetzen.
  • die Planungen zur Einstellung von mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Stadterwaltung und den städtischen Tochterfirmen sowie deren zügige Umsetzung im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten fördern.
  • das kommunale Integrationskonzept im engen Zusammenwirken mit den Zugewanderten und ihren Organisationen fortschreiben.
  • das städtische Integrations-Monitoring erweitern, sodass ein umfassendes und aussagekräftiges Bild vom Stand der Integration in Oberhausen entsteht.
  • eine Anlaufstelle zur Beratung und Unterstützung bei der Errichtung von Gebetsräumen und -häusern als Angebot an die Zuwanderergemeinden einrichten. Damit soll eine intransparente und unkoordinierte Errichtung von Gebetshäusern vermieden werden.
  • sich dafür einsetzen, dass Moscheen gut sichtbar, etwa an Hauptverkehrsstraßen, entstehen und nicht in Hinterhöfen.