Unser Programm

Kommunalwahlprogramm

5.5 Nichts über uns ohne uns – Menschen mit Behinderung

Für die CDU Oberhausen ist es normal, dass Menschen in unserer Gesellschaft verschieden sind. Unser Ziel ist, das gleichberechtigte Miteinander (Inklusion) zu fördern. Immer noch werden Menschen mit Beeinträchtigungen in vielen Lebensbereichen behindert und benachteiligt. Behinderte Menschen und ihre Familien haben Anspruch auf unsere Solidarität und Unterstützung ohne Bevormundung oder übertriebene Fürsorge.

Die CDU Oberhausen wird sich in jeder Hinsicht dafür stark machen, dass Menschen mit Behinderung in unserer Stadt als Partner behandelt werden und eine ihren Möglichkeiten entsprechende Chance erhalten, sich in Beruf und Gesellschaft zu entfalten. Menschen mit Behinderung tragen ebenso zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und erhöhten Steuereinnahmen bei wie die vielen Millionen anderer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch. Noch immer werden gehandicapte Menschen von einem Großteil der Bevölkerung nicht als arbeitsfähig und bereichernd angesehen. Heute sind aber eine Vielzahl von Menschen mit Behinderung in geregelten Arbeitsverhältnissen beschäftigt oder gar selbst als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber tätig, beispielsweise dann, wenn sie für ihre Assistenz Hilfskräfte selber anstellen.

Die CDU wird

  • Konzeptionen und Hilfen, die der Normalisierung der gesamten Lebensverhältnisse und -bedingungen dienen, weiterentwickeln, fördern und absichern.
  • sich dafür einsetzen, das Zuständigkeitswirrwarr der Kostenträger zu beseitigen und im Rahmen des erwarteten Bundesteilhabegesetzes Hilfen aus einer Hand besser als bisher zu ermöglichen.
  • ambulante und familienentlastende Dienste, offene Wohnformen, inklusive Angebote in Bildung, Ausbildung und Freizeit fördern. Dabei kommt der Unterstützung von Selbsthilfeaktivitäten besondere Bedeutung zu.
  • darauf achten, dass bedarfsgerechter Wohnraum zur Verfügung steht und die Mobilität in der Stadt sichergestellt ist.
  • dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ weiterhin Vorrang einräumen, wenn die Betroffenen es wünschen.
  • den personenzentrierten Ansatz in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen. “Persönliche Budgets“ zur Stärkung der Eigenverantwortung der Menschen mit Behinderung müssen attraktiv beworben werden.
  • die Förderung der sozialen und beruflichen Integration von Menschen mit Beeinträchtigung als eine besondere Verpflichtung ansehen. Hierbei sind gerade für eine berufliche Integration von jugendlichen Behinderten besondere Anstrengungen erforderlich.