Unser Programm

Kommunalwahlprogramm

4.2 Mobilität für alle

Erhalt und Ausbau schneller sowie leistungsfähiger Verkehrsverbindungen sind Voraussetzungen für die ökonomische Entwicklung Oberhausens sowie für die Attraktivität von Leben und Arbeiten im gesamten Ruhrgebiet. Die Gewährleistung einer reibungslosen Beförderung von Menschen und Gütern ist nur durch eine ideologiefreie Politik möglich, die sich am notwendigen Klima- und Umweltschutz wie an der Realität orientiert.

Bisher zeichnet sich Oberhausen jedoch durch eine zu hohe Schlaglochdichte unserer Straßen ebenso aus wie durch ein katastrophales Baustellenmanagement. Wichtige Verbindungsachsen werden regelmäßig zu Staufallen. Das Nahverkehrsangebot kommt an seine Grenzen. Eine zusätzliche Straßenbahnverbindung von nur 3.336 Metern, die aber Kosten in fast dreistelliger Millionenhöhe verursacht, wäre ein Luxus, den wir uns vor diesem Hintergrund nicht leisten können.

Auch ohne dieses Prestigeprojekt werden wir eine Gleichberechtigung sämtlicher Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV und Individualverkehr – ebenso sicherstellen wie eine städteübergreifende Vernetzung der einzelnen Verkehrssysteme. Bereits seit Jahren besteht für die Errichtung von Haltepunkten der S2 und S3 am Rehmer in Alstaden Planungsrecht. Eine solche Anbindung für den dichtbesiedelten Oberhausener Süden wäre wichtiger als eine teure, aber kurze Straßenbahnstrecke.

Die CDU wird

  • keine Einspurigkeit der Mülheimer Straße als wichtigster Nord-Süd-Achse zulassen.
  • durch die Anschaffung neuer und moderner Verkehrsrechnersysteme an der Mülheimer Straße und darüber hinaus für eine Grüne Welle und damit für fließenden Verkehr und sinkende Emissionen sorgen.
  • durch die Schaffung von Freiluftschneisen an der Mülheimer Straße für Durchlüftung sorgen und so das Feinstaubproblem angehen.
  • alles für einen Autobahnanschluss der A 3 im Bereich des Gewerbegebiets Waldteich/
  • Weierheide tun.
  • einen kreuzungsfreien Ausbau von A 42 und A 516 vorantreiben.
  • die Verkehrsführung in den Innenstädten auf den Prüfstand stellen und nicht mehr benötigte Fußgängerzonen zurückbauen.
  • Parkscheinautomaten am Kaisergarten und in den Innenstädten abschaffen und eine gebührenfreie Parkraum-bewirtschaftung durch Parkscheiben einführen.
  • die Ausweisung von Tempo-30-Zonen aufmerksam prüfen.
  • den Verkehrsfluss und die Verstetigung des Verkehrs fördern, z. B. durch Kreisverkehre.
  • Unfallschwerpunkte durch bauliche bzw. verkehrstechnische Maßnahmen entschärfen und nicht als Gelegenheit für die Verhängung von Bußgeldern als kommunale Einnahmequelle miss-brauchen.
  • für ein besseres Baustellenmanagement sorgen. Durch einen Baustellen-koordinator werden die einzelnen Baustellen im Stadtgebiet zeitlich besser aufeinander abgestimmt.
  • die Abarbeitung von Schäden an den Verkehrswegen vorantreiben.
  • das Radwegenetz modernisieren und dauerhaft pflegen.
  • den Lärmschutz zu einem Schwerpunktthema der Kommunalpolitik machen und sich für moderne Lärmschutz- und Sicherheitsvorrichtungen an allen Autobahnen und Bahnstrecken, z.B. Betuwe, einsetzen.
  • für einen S-Bahn-Haltepunkt am Rehmer in Alstaden sorgen.
  • trotz bestehender Sparzwänge die Attraktivität des Oberhausener ÖPNV-Angebotes sichern.