Unser Programm

Kommunalwahlprogramm

3.3 Lebenslanges Lernen stärken

Das verfügbare Wissen nimmt weltweit rasant zu. Die Möglichkeiten zu Ausbildung, Weiterbildung und lebenslangem Lernen entscheiden immer stärker über die Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft. Schulbildung, Berufsausbildung, Hochschulstudium und allgemeine Weiterbildung sind für die CDU gleichberechtigte Säulen unseres Bildungswesens.

Die duale Ausbildung ist für unsere jungen Menschen die Grundlage für gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie werden damit für ihr Berufsleben bestmöglich ausgebildet. Den Betrieben bietet sich die Möglichkeit, junge Menschen als Nachwuchskräfte zu gewinnen. Mit Blick auf die nach wie vor nicht zufrieden stellende Lage in Oberhausen einerseits und den drohenden Fachkräftemangel andererseits, messen wir dem Thema Ausbildung unverändert hohe Priorität zu.

Leider ist Oberhausen nach wie vor die einzige Großstadt Deutschlands ohne Hochschule. Ein Hochschulstandort ist aber nicht nur eine Frage des Images. Eine Hochschule belebt nicht nur die Bildungslandschaft, sondern auch das ganze städtische Umfeld. Wissenschaftliche Erfolge in Produkte übersetzt, schaffen Arbeitsplätze und stärken den Standort. Daher darf sich Oberhausen nicht weiter mit dem Status quo abfinden. Vielmehr muss alles daran gesetzt werden, Oberhausen zum Hochschulstandort zu machen. Ziel ist es, mittelfristig mindestens eine Dependance zu realisieren.

Weiterbildung kann Wertorientierung geben und den Menschen auf ganzheitliche Weise ansprechen; sie darf nicht allein auf berufliche Qualifizierung reduziert werden. Bereitschaft zu lebenslangem Lernen bietet in einer sich wandelnden Gesellschaft aber auch die beste Gewähr, Chancen am Arbeitsmarkt wahrnehmen zu können. Berufliche Qualifizierung und auch niederschwellige Angebote müssen dabei besondere Berücksichtigung finden.

Wir brauchen ein noch stärkeres Bewusstsein für das lebensbegleitende Lernen. Dazu ist eine vielfältige Landschaft freier Träger der Jugend- und Erwachsenenbildung wichtig. Die CDU bekennt sich zum kommunalen Aus- und Weiterbildungsangebot in Oberhausen. Ziel muss es aber sein, dem demografischen Wandel, der wachsenden Generation 50plus sowie der steigenden Zahl an Zuwandernden stärker Rechnung zu tragen.

Die CDU wird

  • Formen des zweiten Bildungsweges für bildungsferne oder schulmüde Jugendliche fördern und unterstützen.
  • die zu hohe Zahl von Jugendlichen ohne Schulabschluss, Ausbildung und Perspektive stärker in den Fokus der Kommunalpolitik rücken und Schulen, Unternehmen, Arbeitsagentur und Stadt-verwaltung zu einer gemeinsamen Anstrengung in die Pflicht nehmen.
  • in Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer und der Arbeitsagentur die Integration Jugendlicher mit Zuwanderungsgeschichte in die Arbeitswelt fördern.
  • sich in Kooperation mit der Arbeitsagentur und der Industrie- und Handelskammer für die Förderung von Unternehmen einsetzen, die Ausbildungsplätze schaffen.
  • alles für die Ansiedlung einer Hochschuleinrichtung in Oberhausen tun. Dazu werden wir Oberhausens Stärken wie das Fraunhofer-Institut einbringen und allen in Frage kommenden Hochschulen Vorschläge zur Zusammenarbeit machen.
  • auch in Zeiten der Haushaltskonsolidierung ein möglichst umfassendes Weiterbildungsangebot sicherstellen.
  • die Vernetzung und Zusammenarbeit der verschiedenen Träger der Weiterbildung innerhalb unserer Stadt vorantreiben.
  • die Kooperation der Volkshochschule im Verbund der DOME-Volkshochschulen Duisburg, Mülheim und Essen forcieren.
  • das Weiterbildungsangebot noch stärker an der Nachfrage orientieren.
  • zielgruppenspezifische Weiterbildungsangebote fördern, die dem demografischen Wandel in unserer Stadt Rechnung tragen.