• CDU: Basis-Infrastruktur in Wohngebiete bringen

    Im Alter wird die eigene Wohnung vielleicht nicht die eigene Burg. Aber viele ältere Menschen halten sich immer länger in ihren Wohnungen oder ihren Häusern auf als in jüngeren Jahren. Was oft fehlt: die nötige Infrastruktur im Nahbereich, da, wohin der Weg nicht weit ist. Oberhausens CDU-Fraktion wünscht sich deshalb, dass die städtische Verwaltung Gespräche mit den Wohnungsbaugesellschaften der Stadt führt. Mit dem Ziel, sogenannte „Treffpunkt-Läden“ in Erdgeschossen einzurichten. Über diese Läden soll nicht nur die Nahversorgung nach dem Vorbild der „Tante-Emma-Läden“ gesichert, sondern auch der Austausch im Viertel und der Informationsfluss gesichert werden.

    Ulrike Willing-Spielmann, stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses, meint: „Entscheidend ist bei den Treffpunkt-Läden, dass sie nicht nur die natürlich sehr wichtige Grundversorgung sichern. Sie vereinfachen das Leben, sie sichern den Zugang zur Welt - und das im eigenen, vertrauten Viertel. Das ist mein Viertel. Das wurde doch im Ruhrgebiet schon immer gesagt.“

    Simone-Tatjana Stehr ist fest davon überzeugt: „Wir brauchen keine abstrakten Diskussionen darüber, was ein langes, erfülltes, selbstbestimmtes Leben im Alter eigentlich ausmacht. Was wir brauchen, sind konkrete Vorschläge.“ Die Vorsitzende der Oberhausener CDU-Fraktion erkennt positive Entwicklungen in Oberhausen, wünscht sich aber mehr davon: „Inhabergeführte Geschäfte, die als Treffpunkte dienen und zugleich versorgen, sind eine Idee gegen die abstrakten Diskussionen.“ Hans Tscharke, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, glaubt, dass mit einer einzigen Maßnahme viel bewegt werden kann: „Oft sind es Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob ältere Menschen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Kann ich noch einkaufen gehen? Bekomme ich auch meine Arznei? Die von uns vorgeschlagenen Treffpunkt-Läden sollen beides sichern - und mehr.“

  • Belastete Räume beleben

    Bei der Bürgerbefragung 2016, der letzten großen Oberhausener Bürgerbefragung, haben mehr als 50 Prozent der befragten Frauen erklärt, dass sie sich am Hauptbahnhof, auf der Marktstraße und in den städtischen Parks nach Einbruch der Dunkelheit „eher unsicher“ oder sogar „sehr unsicher“ fühlten. Über ihre Forderungen nach einer gemeinsamen Anlaufstelle von Kommunalem Ordnungsdienst und Polizei auf der Marktstraße, einer Videobeobachtung für den Bereich Hauptbahnhof und generell besseren Beleuchtungskonzepten hinaus hat die Oberhausener CDU-Fraktion nun auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg angeregt, die Orte, die von den Bürgerinnen und Bürgern als Angsträume wahrgenommen werden, verstärkt in den Fokus für soziale und kulturelle Veranstaltungen zu nehmen.

    „Wir wollen, dass die Menschen die zentralen Orte unserer Stadt nicht mehr meiden oder sie nur noch im notgedrungenen Vorbeihuschen wahrnehmen. Wir wollen urbanes Leben überall, vor allem natürlich an den Orten, die historisch schon immer die Orte waren, an denen das urbane Leben stattgefunden hat“, begründet Dirk Rubin, CDU-Sprecher im Polizeibeirat, die Forderung.

    Simone-Tatjana Stehr sieht die Stadt auf einem guten Weg. Es könne aber noch mehr getan werden. Die CDU-Fraktionsvorsitzende erklärt: „Es gibt schon gute Beispiele dafür, dass urbane Räume, die von Menschen in unserer Stadt als Angsträume empfunden werden, durch soziales, durch kulturelles Leben neu ausgefüllt und positiv aufgeladen werden. Der Feierabend-Markt auf dem Saporoshje-Platz und der Grüne Freitag auf dem Altmarkt sind solche Beispiele. Was wir uns wünschen, ist: von all dem mehr. Dabei halten wir es für den besten Weg, die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen einzubeziehen und etwas aus der Welt zu schaffen, was für unsere Gesellschaft eine No-Go-Area ist: die Beeinträchtigung der gesellschaftlichen Räume.“

  • In Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern habe sich ein klares Bild ergeben, sagt Hans Tscharke, sozialpolitischer Sprecher der Oberhausener CDU-Fraktion. Die Qualität der Informationsangebote für ein Leben im Alter würde fast durchweg als positiv wahrgenommen. Bemängelt würde dagegen, dass die Informationsangebote „schwer zugänglich“, „nur durch Zufall erhältlich“ oder „hinter dem falschen Etikett“ verborgen seien.

    Oberhausens CDU-Fraktion hat deshalb auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg die Verwaltung der Stadt zu einer „Erweiterung des Blickwinkels“ aufgefordert. Informationen müssten „adressatengerechter, niederschwelliger und leichter verständlich“ angeboten werden. Klassische Informationsbroschüren für Seniorinnen und Senioren sollten an Orten zur Verfügung gestellt werden, die absehbar viel frequentiert seien (Cafes, Arztpraxen, Apotheken). Darüber hinaus sollten digitale Informationen in vielfältigen Formen (Apps, E-Mail-Newsletter) angeboten werden.

    „Unserem Menschenbild entspricht es nicht, Menschen, egal, ob sie jung oder alt sind, zu bevormunden oder zu betüddeln“, sagt Simone-Tatjana Stehr zur von der CDU angeregten Informationsoffensive. Die CDU-Fraktionsvorsitzende meint allerdings: „Wer informiert ist, wem auf der Basis klarer Information die Möglichkeit geboten wird, über sein zukünftiges Leben nachzudenken und auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen, der hat eine große Chance, ein selbstbestimmtes Leben bis hinein ins hohe Alter zu führen.“

  • CDU wünscht sich Bürgerbeteiligung: „Angsträume benennen“

    Erneut dem Thema „Sicherheit“ angenommen hat sich Oberhausens CDU-Fraktion auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg. „Bürgerbeteiligung“, so die Fraktionsvorsitzende Simone-Tatjana Stehr, „darf nicht nur bedeuten, im Nahbereich auf Probleme aufmerksam machen zu können. Wir wünschen uns, dass die Bürgerinnen und Bürger zu den Problemen gehört werden, die unsere gesamte Stadt bewegen.“

    Die CDU-Fraktion fordert deshalb von der städtischen Verwaltung, Gesprächskreise zum Thema Sicherheit mit dem Ziel anzubieten, über die Ergebnisse der Bürgerbefragung 2016 hinaus die Orte auszumachen, an denen sich die Oberhausenerinnen und Oberhausener besonders unsicher fühlen. Dirk Rubin, CDU-Sprecher im Polizeibeirat, meint: „Die Oberhausener wissen am besten, wo sie sich sicher und wo sie sich unsicher fühlen. Dem gilt es Rechnung zu tragen, indem wir ihnen die Möglichkeit zu einer direkten Beteiligung daran bieten, die Orte zu identifizieren, an denen sie sich unsicher fühlen - und Maßnahmen vorzuschlagen, über die ihnen ein besseres Sicherheitsgefühl vermittelt werden kann.“

    Bei der Umfrage im Rahmen der Bürgerbeteiligung 2016 haben mehr als 50 Prozent der befragten Frauen erklärt, dass sie sich am Hauptbahnhof, auf der Marktstraße und in den städtischen Parks nach Einbruch der Dunkelheit „eher unsicher“ oder sogar „sehr unsicher“ fühlten. „Unser Ziel ist es, dass über die Bürgerbeteiligung zum Thema Sicherheit ein Konzept zur Beseitigung der Angsträume in unserer Stadt entwickelt wird“, so Simone-Tatjana Stehr.

  • Fußläufig das Leben gestalten

    „Wie leben Menschen heute, wie werden sie in Zukunft leben wollen?“ Das seien die „einfachen Fragen“, denen wir uns stellen müssten, sagt Hans Tscharke, sozialpolitischer Sprecher der Oberhausener CDU-Fraktion. Auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg hat die CDU-Fraktion deshalb die Oberhausener Verwaltung dazu aufgefordert, bereits für seniorengerechtes Wohnen geeignete oder für seniorengerechtes Wohnen herzurichtende Gebäude in unserer Stadt zu identifizieren und ein Bündnis mit beispielsweise Wohnungsgenossenschaften, Kirchen oder privaten Investoren einzugehen, um Senioren-Wohnprojekte in lebendigen Quartieren auf den Weg zu bringen.

    Ausgangspunkt der Überlegungen der CDU ist, dass sich viele Menschen in jüngeren Jahren dazu entschieden haben, in einem reinen Wohngebiet zu leben, dass ältere Menschen aber ein städtisches Viertel bevorzugen, in dem die Infrastruktur mit Ärzten, Apotheken, Einkaufsläden, Cafes und so weiter im fußläufigen Nahbereich vorhanden ist. „Wir haben keineswegs aus den Augen verloren, dass unsere Stadt finanziell nicht auf Rosen gebettet ist“, erklärt Simone-Tatjana Stehr. Die CDU-Fraktionsvorsitzende fügt aber an: „Wir sind der festen Überzeugung, dass es nicht allein unserer sozialen Verantwortung gerecht wird, Menschen ein selbstbestimmtes Leben bis hinein ins hohe Alter möglich zu machen. Der Verlust an Selbstbestimmtheit ist sehr häufig mit Einsamkeit, Krankheit und Pflegebedürftigkeit verbunden. Dem gilt es entgegenzuwirken. Zuallererst zum Wohle der Menschen, aber auch zum Wohle unserer Stadt.“

    Vor allem Menschen mit geringeren ökonomischen Mitteln stehen im Fokus der CDU. Ulrike Willing-Spielmann, stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses, meint: „Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, Menschen im Alter, vor allem Menschen mit geringeren ökonomischen Mitteln, bezahlbare Wohnmöglichkeiten mit geeigneter Infrastruktur anzubieten.“

  • CDU regt Intensivbegrünung vor neuen Lärmschutzwänden an: „einmalige Chance“

    Weil eine Begrünung der von der Deutschen Bahn für Oberhausen avisierten neuen Lärmschutzwände in einer Länge von elf Kilometern nicht möglich ist, wünscht sich Oberhausens CDU-Fraktion, dass ein Grünkonzept für den unmittelbar vor den Lärmschutzwänden liegenden Bereich ausgearbeitet wird. Dabei soll es sich um eine Intensivbegrünung handeln, die in besonderer Weise von Feinstaub und Stickoxiden entlastet.

    Denis Osmann, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, hat dazu auf der CDU-Klausurtagung in Heidelberg erklärt: „Auf die Planungen der Deutschen Bahn sollte die Stadt Oberhausen mit eigenen, in die Zukunft gerichteten Planungen reagieren.“ Der umweltpolitische CDU-Sprecher Frank Bandel erkennt in der Begrünung „dieser ansonsten ungenutzten Flächen einen besonderen Vorteil“: „Dies ist auch eine einmalige Chance für große Bereiche unserer Stadt, die Grünvernetzung weiterzuentwickeln.“

    Wie sich Oberhausens CDU-Fraktion „grüne“ Politik für unsere Stadt vorstellt, hat die CDU-Fraktionsvorsitzende Simone-Tatjana Stehr in Heidelberg erklärt: „Wir wollen Menschen nicht mit einem Dieselfahrverbot bevormunden. Was wir uns aber wünschen, ist eine Stadt, in der die Emissionen zum Beispiel über einen hohen Radverkehrsanteil geringgehalten werden, und in der alles dazu getan wird, die vorhandenen Emissionen auf natürliche Weise zu verringern.“

  • Oberhausens CDU-Fraktion wünscht sich, dass mehr Fortbildungsmaßnahmen für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in „Grün-Berufen“ angeboten werden, um diese mit Blick auf den klimatischen Wandel, auf Luftreinhaltung durch Gründächer und Fassadenbegrünungen und auch auf Biodiversität stärker zu sensibilisieren und zu qualifizieren.

    Grün-Berufe, so die CDU auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg, würden komplexer, darauf müsse reagiert werden. „Wir wollen, dass die Menschen, die sich um ein extrem wertvolles Gut für unsere Parkstadt verdient machen, optimal auf ihre immer anspruchsvoller werdenden Aufgaben vorbereitet werden“, so Werner Nakot, stellvertretender Vorsitzender im Umweltausschuss der Stadt.

    Angeregt hat die CDU, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Gartenbau oder dem Verband Dachbegrünung Fortbildungsseminare anzubieten.

  • Schmuckkörbchen für Oberhausen

    Ein „großes Projekt, das viele Menschen interessieren und vielleicht auch faszinieren wird“, nennt die CDU-Fraktionsvorsitzende Simone-Tatjana Stehr die „Lebenswelten“, die Oberhausens CDU auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg für unsere Stadt angeregt hat. Konkret handelt es sich dabei um eine Art von Systembaukästen in einer standardisierten Größe von fünf mal 15 Metern, in die Pflanzen mit hohem ökologischen Nutzen wie Klatschmohn, Kornblume, Kamille Schmuckkörbchen, wilde Möhre oder Natternkopf eingesät werden und vor allem Bienen eine Nahrungsgrundlage bieten sollen.

    Frank Bandel, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erklärt dazu: „Zum Erhalt des Artenreichtums können auch wir als Kommune einen Beitrag leisten. Welche Pflanzen in die ,Lebenswelten' eingesät werden, ist natürlich abhängig vom Standort. Auf der Königshardt mit ihren feuchten und lehmigen Böden muss die Auswahl eine andere sein als auf den Kiesterrassen Alstadens. Wo die ,Lebenswelten' mitten in urbanen Zonen über dem Pflaster etabliert werden sollen, sind die Voraussetzungen natürlich wieder andere.“

    Michael Grundmann, als neuer Innenstadt-Berater Referent bei der CDU-Klausurtagung, hat in Heidelberg spontan erklärt, dass eine Idee wie diese auch für Sponsoren interessant sein könnte. Der ehemalige Centro-Direktor meint: „Es handelt sich um Bienenweiden. Bienen produzieren Honig. Warum nicht einen großen Honigverkäufer ansprechen und für dieses ganz besondere Projekt begeistern?“

    Frank Bandel schätzt, dass die Kosten einer ,Lebenswelt' auf rund 5000 Euro zu bemessen sind. Der Pflegeaufwand „nach durchdachter Herrichtung“ sei „gering, der enorm Nutzen hoch“. Die ,Lebenswelten' sollen nach den Vorstellungen der CDU geschützt und damit eingezäunt sein. Ein weiteres Ziel der CDU ist es, das Bewusstsein von Bürgerinnen und Bürgern für die Natur zu schärfen. Stehr wünscht sich die Einbeziehung des Oberhausener Gestaltungsbeirates in die Planungen: „Nicht außer Acht lassen dürfen wir, dass die ,Lebenswelten' sich auf angenehme Weise in das Stadtbild einfügen sollen.“

  • Die CDU wünscht sich Oberhausen-Märkte und ein Oberhausen-Label

    Und alles, was Du siehst, ist Oberhausen. Wenn es nach Oberhausens CDU geht, dann könnte das auch auf Oberhausens Märkten schon bald zumindest von Zeit zu Zeit so sein. Auch ein Oberhausen-Label soll auf den Produkten der Stadt die Herkunft dokumentieren.

    Werner Nakot, Sprecher der CDU-Fraktion in der Alt-Oberhausener Bezirksvertretung, meint: „Von der eigenen Popcorn-Herstellung, von der Kaffee-Rösterei über die Spirituosenbrennerei und die Bierbrauerei bis hin zur klassischen Landwirtschaft mit Spargel und Erdbeeren auf dem Feld des Bauern uns vieles mehr: Oberhausen hat so viel zu bieten, dass es sich wirklich lohnt, die heimische Ware auf einem eigenen Markt zu präsentieren.“

    Auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg hat die CDU-Fraktion deshalb ihren Wunsch an die Stadtverwaltung formuliert, auf die heimischen Produzenten zuzugehen und ihnen einen Oberhausen-Markt „schmackhaft“ zu machen. Sollte es so sein, dass nicht sofort ein ganzer Markt auf die Beine gestellt werden kann, sollten die vorhandenen Märkte durch Oberhausen-Produkte ergänzt werden.

    „Ein Oberhausen-Markt“, so Denis Osmann, Sprecher der CDU-Fraktion in der Osterfelder Bezirksvertretung, „sollte ein Markt sein, der nicht nur auf dem Altmarkt in der City stattfindet, sondern in ganz Oberhausen. Ich könnte mir einen turnusmäßigen Wechsel zwischen unseren Stadtteilen vorstellen.“ Simone-Tatjana Stehr, CDU-Fraktionsvorsitzende, betont, dass besondere Märkte wie der Feierabend-Markt auf dem Saporoshje-Platz die Bürgerinnen und Bürger anziehen würden, dass es der CDU aber nicht nur um ein neues, attraktives Angebot und um ökologische Kriterien gehe, weil die Waren aus dem Nahbereich stammten: „Beim Oberhausen-Markt und beim Oberhausen-Label geht es auch darum, den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft zu stärken.“

  • 1000 Bäume für Oberhausen

    Oberhausens CDU will die Bürger beteiligen - auch Baumscheibenpaten gesucht

    Die geballte Kompetenz der Oberhausenerinnen und Oberhausener möchte die CDU nutzen und eine Kampagne unter der Überschrift „Oberhausen sucht 1000 Baumstandorte“ starten. „Bürgerbeteiligung bedeutet in unserer Stadt oft, dass von den Bürgerinnen und Bürgern ihr Nahbereich in Augenschein genommen wird. Wir wollen die gesamte Stadt in den Fokus rücken“, sagt die CDU-Fraktionsvorsitzende Simone-Tatjana Stehr und fügt an: „Wir wollen nicht nur eine historische Parkstadt sein, wir wollen die Parkstadt immer weiter und weiter entwickeln. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Oberhausenerinnen und Oberhausener dazu bereit sind, dies zu ihrem Projekt zu machen.“

    Bei ihrer Klausurtagung in Heidelberg hat die CDU die Baumoffensive zum Thema gemacht. Die Verwaltung der Stadt soll Bürgerinnen und Bürger dazu auffordern, nach geeigneten Baumstandorten zu suchen. Prüfungen sollen danach ergeben, ob die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagenen Baumstandorte unter allen möglichen Gesichtspunkten als Standorte geeignet sind. „Wenn wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, wird Oberhausen aufgrund der historischen Voraussetzungen in wenigen Jahren Vorbild für andere Städte sein. Unsere Waldparzellen sind als Laubmischwälder bereits von sehr hoher biologischer Qualität. Was wir nun brauchen, ist eine von der gesamten Stadtgesellschaft getragene Grün-Offensive“, sagt Frank Bandel.

    Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Stadtrat erklärt mit Blick darauf, dass in den kommenden Jahren viele vor Dekaden gepflanzte Bäume gefällt werden müssen, auch die ökologischen Hintergründe: „Ein ausgewachsener Großbaum kann in einer Stunde bis zu zweieinhalb Kilogramm Dioxid binden und dreieinhalb Kilo Sauerstoff herstellen. Ein kleinkroniger Baum schafft davon nur einen Bruchteil.“

    Bandel wünscht sich an Orten, die von den Bürgerinnen und Bürger vorschlagen werden, die Anpflanzung von „Großbäumen wie Platanen, Buchen, Eichen oder Kastanien“. Diese Bäume würden nicht nur „als schön wahrgenommen werden“, sie sorgten auch „aufgrund der Verdunstung von Wasser für ein angenehmeres Mikroklima“ und würden „Kleinsäugern, Vögeln, Insekten und Käfern ein ideales Zuhause bieten“ sowie „der Entwicklung von Hitzeinseln entgegenwirken“.

    Oberhausens CDU geht aber noch weiter. Bei der Neubepflanzung sollen entsiegelte Baumscheiben vorgehalten und „Paten“ für die Baumscheiben gefunden werden. Stauden und Gräser sollen bevorzugt in die Baumscheiben gepflanzt werden. Den Paten soll eine größtmögliche Hilfestellung zuteil werden. Werner Nakot, stellvertretender Vorsitzender im Umweltausschuss, meint: „Es geht uns nicht nur darum, ein paar Bäume anzupflanzen. Es geht uns darum, dass die Oberhausenerinnen und Oberhausener für ein großes Projekt begeistert werden. Ich wünsche mir, dass irgendwann einmal gesagt wird: Unsere Elterngeneration hat das auf den Weg gebracht.“

  • Schule mit Hauptschule-Bildungsgang - Bedarf in Oberstufe nicht vorhanden

    Oberhausens CDU wünscht sich eine vierte Realschule für unsere Stadt. Diese Realschule soll eine Aufbau-Realschule sein, die auch einen Bildungsgang Hauptschule anbietet und nach einem besonderen pädagogischen Konzept arbeitet. Simone-Tatjana Stehr erklärt dazu: „Historisch ist es so, dass Schülerinnen und Schülern der Wechsel zwischen den Schulformen des gegliederten Systems Hauptschule, Realschule und Gymnasium möglich war. Dass in Oberhausen die letzte Hauptschule mit Ablauf des Schuljahres 2017/2018 die Türen schließen wird, bedauern wir sehr. Die Möglichkeit, auf eine Realschule mit einem Bildungsgang Hauptschule zu wechseln, sollten wir in unserer Bildungslandschaft anbieten.“

    Die Zahlen sprechen für diese Variante. Engpässe aufgrund der hohen Zahl von Schulformwechslern bestehen schwerpunktmäßig in unserer Stadt in den Klassen sieben, acht, neun und zehn. Perspektivisch könnten darüber hinaus wegen der demographischen Entwicklung Kapazitäten in den Klassen fünf und sechs Kapazitäten erforderlich sein. Einen Bedarf in der Oberstufe und damit einen Bedarf für eine neue Gesamtschule erkennt Oberhausens CDU nicht.

    Auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg hat die CDU deshalb die Etablierung einer Aufbau-Realschule nach Vorbild der Alkuinschule in Aachen vorgeschlagen. Diese Realschule soll im Sinne des Paragrafen 132c des nordrhein-westfälischen Schulgesetzes auch den Bildungsgang Hauptschule anbieten und nach einem besonderen pädagogischen Konzept arbeiten, eine intensive Betreuung und idealerweise eine Ausbildungsplatzgarantie nach Vorbild der „Meckenheimer Garantie für Ausbildung“ anbieten. „Schulpolitik“, so Gundula Hausmann-Peters, „sollte nicht ideologisch überfrachtet sein, sondern einen sensiblen pädagogischen, aber dennoch pragmatischen Ansatz pflegen und in erster Linie den Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern gerecht werden.“

    Die schulpolitische Sprecherin der Oberhausener CDU-Fraktion meint: „Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern darf die Möglichkeit nicht vorenthalten werden, zwischen unterschiedlichen Schulformen wechseln zu können. Dass Schulformwechslern allein eine Gesamtschule als zukünftige Schule zur Verfügung stehen könnte, halten wir für inakzeptabel.“

    Die Aufbau-Realschule würde in den Klassen fünf und sechs als grundständige Realschule geführt werden und ab Klasse sieben nach Vorbild der Aachener Alkuinschule als Aufbau-Realschule.

  • Konkrete Hilfe und Willkommenskultur

    CDU regt an: Behördenlotsen sollen bei Bau-Projekten durch Ämter leiten

    Auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg hat Oberhausens CDU-Fraktion angeregt, größere Bauprojekte von sogenannten „Behördenlotsen“ begleiten zu lassen. Diese Behördenlotsen sollen dafür Sorge tragen, dass Architekten und Bau-Investoren sich nicht mit ihren jeweiligen Anliegen an unterschiedliche Behörden wenden müssen. Sie sollen die Koordination der beteiligten städtischen Verwaltungseinheiten übernehmen und damit nicht nur den reibungslosen Ablauf des Verfahrens garantieren, sondern auch als „Stimme unserer Stadt“ eine Willkommenskultur gewährleisten, die sich positiv auf zukünftige Projekte auswirken könnte.

    „Es kann einfach nicht sein“, erklärt Denis Osmann, „dass ein Projekt nur deshalb stockt, weil auf dem Weg von der einen zur anderen Behörde der Informationsfluss oder der Austausch von Akten nicht gewährleistet ist.“ Der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion ist fest davon überzeugt: „Wer eine Stadt will, die sich weiterentwickelt, der muss auch die Verwaltung der Stadt weiterentwickeln.“

    Der Oberhausener Wohnungs- und Baumarkt zeichnet sich im Vergleich mit anderen Städten durch eine preislich attraktive Entwicklung aus. Während die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und -Häuser in Städten wie Augsburg oder Hannover in den Jahren 2012 bis 2017 um 84 bzw. 85 Prozent angezogen sind (in der Nachbarstadt Duisburg immerhin um acht Prozent), wies Oberhausen nach Erhebungen des Internetportals Immowelt eine Preisentwicklung von minus drei Prozent auf und damit eine attraktive Situation für Käufer und Investoren.

    Wilhelm Hausmann, CDU-Parteivorsitzender und Architekt, wünscht sich, dass diese günstige Lage ausgenutzt wird: „Bauherren und Investoren müssen in unserer Stadt optimal betreut werden. Und deshalb brauchen wir Behördenlotsen, also Leute, die sich auch noch in den Räumen zwischen Bauordnung, Tiefbau, Umwelt, Planung, Denkmalpflege und so weiter bestens auskennen. Ein Behördenlotse benötigt Kompetenz, er benötigt gute Kontakte - und er muss eine positive Ausstrahlung haben. ‚Geht nicht' wird es immer geben. Aber ‚Geht nicht' sollte bei uns immer seltener werden.“