Treffpunkt-Läden sollen Leben im Alter erleichtern


13. Juli 2018

CDU: Basis-Infrastruktur in Wohngebiete bringen

Im Alter wird die eigene Wohnung vielleicht nicht die eigene Burg. Aber viele ältere Menschen halten sich immer länger in ihren Wohnungen oder ihren Häusern auf als in jüngeren Jahren. Was oft fehlt: die nötige Infrastruktur im Nahbereich, da, wohin der Weg nicht weit ist. Oberhausens CDU-Fraktion wünscht sich deshalb, dass die städtische Verwaltung Gespräche mit den Wohnungsbaugesellschaften der Stadt führt. Mit dem Ziel, sogenannte „Treffpunkt-Läden“ in Erdgeschossen einzurichten. Über diese Läden soll nicht nur die Nahversorgung nach dem Vorbild der „Tante-Emma-Läden“ gesichert, sondern auch der Austausch im Viertel und der Informationsfluss gesichert werden.

Ulrike Willing-Spielmann, stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses, meint: „Entscheidend ist bei den Treffpunkt-Läden, dass sie nicht nur die natürlich sehr wichtige Grundversorgung sichern. Sie vereinfachen das Leben, sie sichern den Zugang zur Welt - und das im eigenen, vertrauten Viertel. Das ist mein Viertel. Das wurde doch im Ruhrgebiet schon immer gesagt.“

Simone-Tatjana Stehr ist fest davon überzeugt: „Wir brauchen keine abstrakten Diskussionen darüber, was ein langes, erfülltes, selbstbestimmtes Leben im Alter eigentlich ausmacht. Was wir brauchen, sind konkrete Vorschläge.“ Die Vorsitzende der Oberhausener CDU-Fraktion erkennt positive Entwicklungen in Oberhausen, wünscht sich aber mehr davon: „Inhabergeführte Geschäfte, die als Treffpunkte dienen und zugleich versorgen, sind eine Idee gegen die abstrakten Diskussionen.“ Hans Tscharke, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, glaubt, dass mit einer einzigen Maßnahme viel bewegt werden kann: „Oft sind es Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob ältere Menschen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Kann ich noch einkaufen gehen? Bekomme ich auch meine Arznei? Die von uns vorgeschlagenen Treffpunkt-Läden sollen beides sichern - und mehr.“