CDU wünscht sich mehr Veranstaltungen in Parks und am Hauptbahnhof


13. Juli 2018

Belastete Räume beleben

Bei der Bürgerbefragung 2016, der letzten großen Oberhausener Bürgerbefragung, haben mehr als 50 Prozent der befragten Frauen erklärt, dass sie sich am Hauptbahnhof, auf der Marktstraße und in den städtischen Parks nach Einbruch der Dunkelheit „eher unsicher“ oder sogar „sehr unsicher“ fühlten. Über ihre Forderungen nach einer gemeinsamen Anlaufstelle von Kommunalem Ordnungsdienst und Polizei auf der Marktstraße, einer Videobeobachtung für den Bereich Hauptbahnhof und generell besseren Beleuchtungskonzepten hinaus hat die Oberhausener CDU-Fraktion nun auf ihrer Klausurtagung in Heidelberg angeregt, die Orte, die von den Bürgerinnen und Bürgern als Angsträume wahrgenommen werden, verstärkt in den Fokus für soziale und kulturelle Veranstaltungen zu nehmen.

„Wir wollen, dass die Menschen die zentralen Orte unserer Stadt nicht mehr meiden oder sie nur noch im notgedrungenen Vorbeihuschen wahrnehmen. Wir wollen urbanes Leben überall, vor allem natürlich an den Orten, die historisch schon immer die Orte waren, an denen das urbane Leben stattgefunden hat“, begründet Dirk Rubin, CDU-Sprecher im Polizeibeirat, die Forderung.

Simone-Tatjana Stehr sieht die Stadt auf einem guten Weg. Es könne aber noch mehr getan werden. Die CDU-Fraktionsvorsitzende erklärt: „Es gibt schon gute Beispiele dafür, dass urbane Räume, die von Menschen in unserer Stadt als Angsträume empfunden werden, durch soziales, durch kulturelles Leben neu ausgefüllt und positiv aufgeladen werden. Der Feierabend-Markt auf dem Saporoshje-Platz und der Grüne Freitag auf dem Altmarkt sind solche Beispiele. Was wir uns wünschen, ist: von all dem mehr. Dabei halten wir es für den besten Weg, die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen einzubeziehen und etwas aus der Welt zu schaffen, was für unsere Gesellschaft eine No-Go-Area ist: die Beeinträchtigung der gesellschaftlichen Räume.“