Dött bestürzt über Verurteilung Nguyen Van Dais


06. April 2018

Mit Bestürzung hat Marie-Luise Dött auf die Nachricht reagiert, dass der bekannte vietnamesische Menschenrechtsanwalt Nguyen Van Dai vom Volksgericht in Hanoi wegen „Aktivitäten zum Umsturz der Volksregierung“ zu 15 Jahren Haft und fünf weiteren Jahren Hausarrest verurteilt wurde. „Nguyen Van Dai hat nichts anderes getan, als sich friedlich für die Einhaltung der Menschenrechte und die Demokratisierung seines Landes einzusetzen“, so die Oberhausener CDU-Bundestagsabgeordnete, die sich im Rahmen einer Parlamentarischen Patenschaft seit Beginn 2016 um die Freilassung des Anwaltes bemüht.

Nguyen Van Dai wurde im Dezember 2015 verhaftet, als er sich mit einer EU-Delegation anlässlich des jährlichen EU-Vietnam-Menschenrechtsdialogs in Hanoi treffen wollte. Seitdem befand sich Dai in „Untersuchungshaft“. Schon vor seiner Verhaftung war er in Zusammenhang mit einem Vortrag über Menschenrechte von Vertretern der staatlichen Sicherheitsbehörden angegriffen und schwer verletzt worden. Marie-Luise Dött fordert weiterhin, „Nguyen Van Dai bedingungslos freizulassen“.

Auf Initiative der Oberhausener Bundestagsabgeordneten haben in einem Brief an den vietnamesischen Premierminister im Oktober 2016 bereits 72 Parlamentarier aus 14 Ländern die Freilassung des Menschenrechtsanwaltes gefordert. Mit Nguyen Van Dai wurden fünf weitere Menschenrechtler zu insgesamt 51 Jahren Haft verurteilt. Angehört wurden sie vom Gericht nicht.