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CDU-Politikerin Stehr fordert von Kulturdezernent Einwirken auf Fiedler

„Tief besorgt“ zeigt sich Simone-Tatjana Stehr über die jüngsten Vorgänge am Oberhausener Theater: „Unsere nicht auf Rosen gebettete Stadt investiert den größten Teil ihres gesamten Kulturetats in dieses Theater. Allein schon deshalb können wir nicht akzeptieren, dass die Besucherzahlen immer schlechter werden, Kritiker Stücke als ,Laientheater‘ abtun und das Image des Hauses bundesweit durch meiner Einschätzung nach absurde Rassismusvorwürfe geschädigt wird.“

Die Oberhausener CDU-Fraktionsvorsitzende fordert „von Kulturdezernent Apostolos Tsalastras eine glasklare Positionierung, die dann auch öffentlich gemacht wird“: „Tsalastras muss Intendant Florian Fiedler endlich verdeutlichen, dass es sich bei unserem Theater nicht um dessen persönliche Spielwiese handelt. Weder auf noch neben der Bühne.“ Stehr bezieht sich damit auch auf Stellungnahmen zu den Vorgängen am Theater Oberhausen, die in Medien veröffentlicht wurden: „Rolf Mautz zum Beispiel, ehemaliger Schauspieler am Theater und derzeit Gast am Burgtheater Wien, ist offensichtlich ebenso besorgt wie wir. Weitere Bürgerinnen und Bürger haben ihre Sorge in Briefen an Medien und Politik ausgedrückt. Und immer wieder haben uns Menschen, die dem Theater sehr nahe sind, auch persönlich berichtet, es gebe seit Amtsantritt von Fiedler eine Art Tugendterror im Betrieb. Wobei die richtige Haltung von oben herab festgelegt und bei anderer Haltung von oben herab sanktioniert würde.“

Die Schauspielgruppe Technocandy hatte erklärt, am Oberhausener Theater mache „ein weißer Verwaltungsapparat“ die Spielregeln, und eine „Anti-Rassismus-Klausel“ in Verträgen gefordert. Mautz, der zehn Jahre am Theater in Oberhausen beschäftigt war, wünschte dem Theater, „dass die Intendanz des Theaters sich mehr um das künstlerische Profil des Theaters sorgt und das Gespräch mit allen Mitarbeiter/innen sucht, anstatt den Ruf eines einstmals profilierten Hauses wissentlich oder aus Naivität zu schädigen“.

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